Liebes Tagebuch,
dunkel liegt der Acker vor mir und ich starre in die schwarze Nacht…
Der Tag bricht langsam an und ich sehe noch immer nichts…
Die Krähen in ihren Schlafbäumen rüsten zum Morgenappell und ich höre ihr unterhaltsames Krächzen.
Mit ausgelegten Lockvögeln und dem kunstvollen Nachahmen des Krähenrufs durch meinen Jagdfreund Wolfi, spitzt sich die Lage langsam zu.
Hier sitze ich nun im Schilf und harre der Dinge die da kommen, als Wolfi plötzlich schreit: Schieß doch!
Was, wieso, wohin? Ach so, ich sehe ja dank meiner hervorragenden Tarnung immer noch nichts. Auch nicht die verdammte Krähe zwei Meter vor mir…Manno

Aber noch ist nicht aller Tage Abend! Der Jagdeifer hat mich gepackt und ich werfe elegant meine Algen vom Haupt, um wenigstens die nächste Krähe zu erwischen.
Zwei gekonnte Schüsse aus der Flinte und das Vieh…fliegt weiter… Manno
Buuuhm – Wolfi hat sich erbarmt und verpasst ihr eine Ladung Schrot hinterher. Ich glaub sie hat a bissle zuckt? Aber langsam segelt sie von dannen…Manno
Hell liegt der Acker vor mir und ich starre in den goldenen Tag…
Die Krähenjagd hatte ich mir irgendwie effektiver vorgestellt.
Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Als wir bei der  Nachsuche über den Hügel kommen, liegt unsere Krähe zart entschlafen auf´m Acker. Ein Prachtstück!
Für des, dass mein erstes selbsterlegtes Stück eigentlich vom Wolfi erlegt worden ist, schaut das Foto doch voll überzeugend aus!!!